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Lichtkunst Unna |
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Zentrum für Internationale Lichtkunst Außenansicht, zu sehen ist die Arbeit „Fibonacci-Reihe“ von Mario Merz – Foto: W. Hannappel
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Kazuo Katase: AM TOR |
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- Bilderbuch ohne Bilder (2008)
Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zeigt neue Rauminstallation
Der japanische Künstler Kazuo Katase ist vom 21. Juni bis 30. Oktober mit seiner Rauminstallation AM TOR - Bilderbuch ohne Bilder, 2008 im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Seine Arbeit kreierte er eigens für die Ausstellungsräume des Museums.
Mit seiner neusten Installation greift Kazuo Katase die großen philosophischen Fragen nach Sein und Zeit auf. Hans Christian Andersens Märchen „Bilderbuch ohne Bilder“ (1839-40) lieferte die Inspiration für seine raumbezogene Arbeit. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst präsentiert damit ein weiteres Highlight der Gegenwartskunst. Seit den 70er Jahren spielt in der künstlerischen Auseinandersetzung von Kazuo Katase das „Licht“ eine wesentliche Rolle. Das komplementäre Zusammentreffen von Licht und Schatten und die strenge geometrische Form stehen immer wieder im Mittelpunkt seiner Kunst. Kazuo Katase verortet seine künstlerische Identität im Intervall von Ost und West. „Im Intervall zwischen Ost und West, West und Ost denke und erfahre ich die menschliche Existenz und die Zeit. Dort entfaltet sich das Innere. Dort gibt es keine Grenze sondern die Vorstellung und diese bildet Kunst mit den migrierten Formen.“
Durch den Torbogen blickend erkennt der Betrachter am Ende des schmalen Bühnenstegs ein weißes Lichtknäuel, den Mond. Bewusst kommt als Leuchtmittel der Lichtschlauch zum Einsatz. „Der lineare, billige Lichtschlauch schlängelt sich überall durch die Nacht um immer weiter zu verführen. Jahr um Jahr vermehren sich die Schlangen auf der Erdkugel. Ein Lichtknäuel der Medusa., erläutert der Künstler die Versinnbildlichung.
Kazuo Katases Installation setzt ein Statement gegen die zunehmende künstliche Illuminierung unserer Umwelt und erinnert zugleich an das kurze Gastspiel der menschlichen Existenz auf der Erde: Der Mond steht als Metapher für das Urzeitliche, als leuchtender Urbegleiter der Erde und transportiert die Idee von der Auflösung zeitlicher und räumlicher Grenzen. Bei Andersen werden der Künstler und der Mond zu einer Person, die aus der räumlichen Distanz – Ferne – heraus die Welt bereist und von ihr erzählt.
Kazuo Katase ist seit 1973 bei Ausstellungen weltweit mit seinen Arbeiten vertreten. Beispielhaft seien hier sein blauer Lichtraum „Kreutztragung“ in der legendären Ausstellung: „chambres d’ amis, in Gent, 1986 und sein Beitrag „Nachtmuseum“, 1992 auf der documenta 9 in Kassel erwähnt. Seit Ende der 80er Jahre realisierte er zahlreiche Projekte in Verbindung mit Architektur und öffentlichen Raum. Seit 1997 Realisierungen von Bühnenbildern. Kazuo Katase wurde 1947 in Shizuoka/ Japan geboren. Er lebt und arbeitet seit 1976 in Kassel. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Auf 2.400 Quadratmetern zeigen zwölf weltbekannte Künstler ihre Interpretation der einmaligen und historisch aufgeladenen Räume.
Kazuo Katase: AM TOR - Bilderbuch ohne Bilder 2008 ist vom 21. Juni bis 30. Oktober 2008 im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zu sehen. Ein Besuch der Sonderschau beinhaltet auch den Besuch der imposanten Dauerausstellung mit Arbeiten von Christian Boltanski, Johannes Dinnebier, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster, Keith Sonnier und James Turrell.
Öffnungszeiten: Besuche erfolgen stets in geführter Begleitung Di – Fr um 14 Uhr, um 15.30 Uhr und um 17 Uhr, Do auch um 18.30 Uhr. Sa und So um 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr und 17 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen unter www.lichtkunst-unna.de.
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„Fibonacci-Reihe“ von Mario Merz – Foto: W. Hannappel
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Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. 2001 in der ehemaligen Lindenbrauerei Unna – heute Ankerpunkt der Route Industriekultur – eröffnet, findet diese junge Kunstgattung hier eine faszinierende Präsentationsfläche.
Auf 2.400 Quadratmetern zeigen elf weltbekannte Künstler mit eigens für die labyrinthischen Gänge, Gärbecken und hohen Keller geschaffenen Installationen die vielseitige Formensprache der Lichtkunst und überführen die traditionsreichen Gewölbe in neue Bedeutungshorizonte.
Bereits aus der Ferne sichtbar, kündet der 52 Meter in den Himmel ragende Schornstein mit einer Arbeit von Mario Merz von den Lichtkunstschätzen im zehn Meter unter der Erde liegenden Museum.
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Rebecca Horn „Lotusschatten 2006“, Installation im Zentrum für Internationale Lichtkunst – Foto: G. Lepkowski
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Die Verbindung der faszinierenden Lichtkunst-Installationen renommierter Künstler mit den außergewöhnlichen architektonischen Gegebenheiten macht das Besondere des Zentrums aus.
Präsentiert werden in der Dauerausstellung Werke von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster, Keith Sonnier und James Turrell.
Die permanenten Installationen des Zentrums sind von den Künstlern eigens für die Räume geschaffen und kreisen um differenzierte Fragen.
James Turrell, Keith Sonnier und Olafur Eliasson stellen mit ihren Arbeiten unsere Wahrnehmung in Frage und präsentieren uns Licht als ein optisches Phänomen. Licht wird zur Metapher und zum Träger fremder Botschaften bei den Werken von Mario Merz, Joseph Kosuth und François Morellet.
Mischa Kuball, Jan van Munster, Christina Kubisch und Christian Boltanski präsentieren Licht in seinen ästhetischen Erweiterungen.
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Die Besucher erleben elf faszinierende Lichtkunst-Räume in einer im Eintrittspreis enthaltenen, sachkundigen Führung und lernen so die Werke und Ideen der Künstler intensiv kennen.
Die Sammlung zeichnet ein umfassendes Bild von den vielseitigen Ausprägungen der Kunstgattung.
Mehr Infos unter www.lichtkunst-unna.de
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Joseph Kosuth „Die Signatur des Wortes“, Installation im Zentrum für Internationale Lichtkunst – Foto: Duschner
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Dauerausstellung Die Künstler der Dauer-Ausstellung International renommierte Lichtkünstlerinnen und -künstler sind mit ihren Arbeiten in der Dauerausstellung zu sehen.
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Informationen Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna Öffnungszeiten: Besuche erfolgen stets in geführter Begleitung Di - Fr um 14.00 Uhr, um 15.30 Uhr, um 17.00 Uhr, Do auch um 18.30 Uhr
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