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RuhrTriennale 2008

 



Ruhrtriennale 2009

vom 15. August bis 11. Oktober
Programmvorstellung am 29. April in der Jahrhunderthalle Bochum

Unter der künstlerischen Leitung von Willy Decker erforscht die Ruhrtriennale in den kommenden drei Spielzeiten das Spannungsfeld zwischen Kunst und Kreativität und dem Urmoment des Religiösen. In diesem Jahr richtet sich dabei ihr Blick auf den jüdischen Kulturkreis, 2010 auf die islamische und schließlich 2011 auf die buddhistische Kultur.
Zu jeder Zeit stand die Kunst der spirituellen Suche und Praxis sehr nahe, denn auch der Urmoment des Kreativen – der Moment vor dem ersten Wort, dem ersten Ton, dem ersten Pinselstrich - liegt jenseits des begrifflich Fassbaren. Erst die Kunst macht das Nicht-Benennbare, das Nicht-Erklärbare für den Menschen erlebbar.
Eine Triennale mit dieser Thematik kann einen Beitrag leisten zum Frieden, zur Verständigung zwischen den Kulturen, zur gegenseitigen Achtung, zum belebenden, nicht abgrenzenden Austausch.
Vom 15. August bis 11. Oktober erleben Sie Musik, Theater, Tanz und Literatur in facettenreiche Aufführungen, Kreationen und Gastspielen in den einzigartigen Industriedenkmälern des Ruhrgebiets. Der Spielplan der RuhrTriennale 2009 erscheint am 29. April, der Vorverkauf beginnt am 30. April.
www.ruhrtriennale.de

 

Gute Kulturbilanz: Mehr als 45.000 Zuschauer besuchten die 4. Spielzeit der Ruhrtriennale

Mit einem Konzert aus der Reihe "Century of Song" endet am kommenden Sonntag (05.10.2008) die diesjährige RuhrTriennale in der Bochumer Jahrhunderthalle. In der sechswöchigen Spielzeit hat das Publikum der Triennale mit dem diesjährigen Leitmotiv "Aus der Fremde" acht Ur- und drei Erstaufführungen sowie sieben Konzerte und viele andere Veranstaltungen erlebt.

Insgesamt waren 2008 rund 650 internationale Künstler bei der RuhrTriennale zu erleben. Mehr als 45.000 Zuschauer besuchten 104 Veranstaltungen in elf Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen, Gladbeck und Mülheim - die Auslastung der Spielzeit 2008 beträgt damit 83 Prozent.

Auch außerhalb des Ruhrgebiets präsentierte sich das Festival: Im Juli war die RuhrTriennale mit Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" zu Gast beim Lincoln Center Festival. Die bereits 2006 und 2007 in der Jahrhunderthalle Bochum umjubelte Inszenierung von David Pountney wurde in der Armory Hall in Manhattan von mehr als 6.000 Zuschauern stürmisch gefeiert.

Im Januar 2009 wird die Opéra de Lyon Willy Deckers Inszenierung von Frank Martins Tristan-Paraphrase "Le vin herbé" zeigen, die 2007 in der Duisburger Gebläsehalle Premiere hatte. Willy Decker wird die RuhrTriennale 2009-2011 leiten. Die nächste Spielzeit beginnt Mitte August 2009.

 

Willy Decker wird neuer Intendant


Willy Decker © Gregor Kalus

der RuhrTriennale (2009-2011)

Der international erfolgreiche Opernregisseur Willy Decker wird neuer Intendant der RuhrTriennale (2009-2011). Das beschloss der Aufsichts­rat der Kultur Ruhr GmbH in seiner heutigen Sitzung. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff sagte, er freue sich, dass mit Decker einer der besten Regisseure Europas gewonnen werden konnte, der zugleich aus Nordrhein-Westfalen stamme. Neben seinem außer­gewöhnlichen Erfahrungsschatz bringe Decker ein Einfühlungsvermö­gen für die Spielstätten der Triennale mit, das einzigartig sei.

Der aus Köln stammende Willy Decker studierte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie an der Universität Köln und Gesang an der Musikhochschule Köln bei Prof. Josef Metternich. Von 1972 bis 1975 arbeitete Willy Decker als Regieassistent am Essener Theater und anschließend an der Oper Köln, wo er von 1985 bis 1993 Oberspielleiter war. Seit 1978 führten ihn eigene Regiearbeiten regelmäßig als Gast an alle großen Opernhäuser im In- und Ausland. Schon nach ersten Inszenierungen – u. a. die Uraufführung von Hans Werner Henzes Pollicino in Montepulciano 1980 – erregte er internationale Aufmerksamkeit und gehört seitdem zu den renommiertesten Regisseuren Europas. Bedeu­tende Inszenierungen Deckers sind u. a. Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten in Amsterdam, La Traviata bei den Salzburger Festspielen, Idomeneo an der Wiener Staatsoper sowie die Uraufführung von Aribert Reimanns Das Schloss an der Deutschen Oper Berlin. Zum Win­tersemester 2005/2006 wurde Willy Decker als Honorarprofessor für Musiktheaterregie an die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin berufen. Zuletzt machte Decker als Regisseur der Inszenierung Le vin herbé zur Eröffnung der diesjährigen RuhrTriennale von sich reden.

 

Das Programm der Ruhr Triennale 2008


Die RuhrTriennale wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von der Europäischen Union - Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung. Gesellschafter: Land Nordrhein-Westfalen, Regionalverband Ruhr und Verein pro Ruhrgebiet.

Weitere Partner der RuhrTriennale 2007: RAG Aktiengesellschaft (Hauptsponsor). BMW, WestLB AG (Sponsoren). NRW.BANK, WAZ (Projektsponsoren). Kulturstiftung des Bundes, Kunststiftung NRW (Projektförderer). WDR, ZDF theaterkanal, DIE ZEIT, ARTE, K.WEST (Medienpartner).

 

DVD der RuhrTriennale-Produktion

„Die Soldaten“ wird mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Eine weitere Ehrung für die RuhrTriennale-Produktion „Die Soldaten“. Nach dem großen Publikums- und Kritiker-Erfolg im letzten Jahr sowie der Einladung zum Lincoln Center Festival 2008 nach New York, wird nun die DVD-Aufnahme aus der Jahr­hundert­halle (Bildregie: Hannes Rossacher) per kommender Bestenliste 3/2007 vom Preis der deutschen Schall­platten­kritik ausgezeichnet.

Die Oper von Bernd Alois Zimmermann wurde für die RuhrTriennale 2006 von Regisseur David Pountney auf einem 120 Meter langen Bühnensteg inszeniert. Die musikalische Leitung hatte Steven Sloane mit den Bochumer Symphonikern. 42 Jahre nach der Uraufführung wird die Bochumer Inszenierung von „Die Soldaten“ inzwischen als exemplarisch für das Werk angesehen. Im Oktober steht die Oper als erste Wieder­aufnahme des jungen Festivals noch einmal auf dem Programm.
Der Preis der deutschen Schallplattenkritik ist ein Verein von rund 110 Fachjournalisten, Redakteuren und Musikpublizisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, regel­mäßig auf künstlerisch und aufnahmetechnisch herausragende Veröffentlichungen des Tonträger­marktes aufmerksam zu machen.

RuhrTriennale 2007 vom 1. September bis 14. Oktober: Kartenverkauf im Triennale Center, über die Ticket-Hotline 0700 2002 3456, über www.ruhrtriennale.de sowie über alle NRW Ticket bzw. Ticket Online angeschlossenen Vorverkaufsstellen in ganz Deutschland.

Hier lesen Sie einen Rückblick auf die letzten drei Jahre 

Ruhrtriennale Album 05 - 07


 


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Ruhrtriennale-Produktion zum Theatertreffen nominiert
Die Jury des Theatertreffens hat gestern Abend die Inszenierung Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir in der Regie von Christoph Schlingensief zum 46. Theatertreffen Berlin 2009 nominiert.
Schlingensiefs Kreation wurde im Rahmen der Ruhrtriennale am 21. September 2008 in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord uraufgeführt. Für sein Fluxus-Oratorium entwarf er ein Gesamtkunstwerk aus Bildern, Litaneien und Ritualen, die der Furcht nachspüren und mit dem Fremden bekannt machen, das in einem selbst wohnt.
In der Begründung der Jury heißt es: „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir ist einerseits eine furios theatralisierte Krankenakte und ein vom zu Betrauernden selbst angerichtetes Requiem zu Lebzeiten. (…) Ein Abend voller Mut zum Kitsch, höchst ergreifend und von einer Unmittelbarkeit, der man im Theater selten begegnet.“
Beim Theatertreffen Berlin werden vom 1. bis 17. Mai die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der vergangenen Saison gezeigt, darunter sind Produktionen aus Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien, Sils-Maria und Zürich.
Weitere Informationen: www.theatertreffen-berlin.de und www.ruhrtriennale.de

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