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Glaskasten Marl
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Nachrichten aus dem Glaskasten
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Mit seinen großen Augen bewacht Max Ernst' "Habakuk" den Eingang des Skulpturenmuseums Glaskasten der Stadt Marl. Nach einem längeren Aufenthalt in der Restauration nahm er Ende Juni dieses Jahres seinen angestammten Platz im Zierbecken neben der Freitreppe wieder ein. Jetzt erhielt Habakuk eine Einladung des renommierten Schweizer Museums Tinguely in Basel - die er gerne annahm. Vom 11. September bis zum 27. Januar nächsten Jahres schnuppert er als Teil der Ausstellung "Tinguely's Favorites - Max Ernst" gute Voralpenluft. Wieder zeigt sich der hohe künstlerische Stellenwert dieses Kunstwerks aus dem Marler Museum für das Gesamtwerk des großen surrealistischen Künstlers.
Da für 2008 die Sanierung des Rathaus-Sees vorgesehen ist, fällt der Almauftrieb voraussichtlich aus. Nähere Infos folgen.
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Die Entstehungsgeschichte
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Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl ist noch jung. Die in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg rasch aufblühende Industriestadt Marl verpflichtete für ihre zahlreichen Bauvorhaben nicht nur international anerkannte Architekten (beispielsweise H. Scharoun für eine Schule, die holländischen Architekten J. H. van den Broek und J. B. Bakema für das Rathaus, H. Schröder und P. Faller für das Hügelhaus), man beschloß zudem, jeweils einen bestimmten Prozentsatz der Baukosten für Kunstankäufe zu verwenden. Mit diesen Mitteln erwarb die Stadt Marl nach und nach eine Reihe von Werken renommierter Künstler, vorwiegend des 20. Jahrhunderts - Großskulpturen für den Außenbereich, aber auch eine Reihe von Kleinskulpturen. Im Laufe der Jahre entstand so eine umfangreiche, qualitätvolle Sammlung.
1978 wurde der Kunsthistoriker Dr. Uwe Rüth zur Pflege und zum Ausbau der Sammlung eingestellt. Er ist noch heute Direktor des Museums. Unter dem Sitzungstrakt des Rathauses wurden nach und nach Räume zur Präsentation der Kleinskulpturen eingerichtet. Erst 1982 fand die offizielle Gründung des Skulpturenmuseums Glaskasten der Stadt Marl statt. Seither wurde die Ausstellungsfläche vergrößert. Seit 1990 ist die städtische Paracelsus-Klinik Teil des Museums. Die Sammlung umfaßt mittlerweile über 300 Bildwerke des 20. Jahrhunderts.
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Am 1. August 1982 beschloss
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der Rat der Stadt Marl das im Entstehen begriffene Skulpturenmuseum Glaskasten offiziell zu ‚institutionalisieren‘. Seit der Einstellung des Kunsthistorikers Uwe Rüth 1978 war dieser Schritt konsequent durch ein Ausstellungsprogramm und gezielte Ankäufe vorbereitet worden. Sollte zunächst allein ein Skulpturenpark entstehen, hatte man sich jedoch schon bald darauf geeinigt, auch Innenräume hinzu zu nehmen, um kleinere Skulpturen und Wechselausstellungen der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Seit 1982 arbeitete dann das Museum seine heutige Struktur als Außen- und Innenmuseum heraus, wobei die beiden Schwerpunkte – Raum erschließende Künste und Kunst mit den Neuen Medien – immer stärker das Profil bestimmten.
Obwohl die finanzielle Ausstattung des Museums immer schon zu wünschen übrig ließ, konnten doch wichtige Werke der Sammlung hinzugefügt werden, so dass der Bestand heute äußerst sehenswert erscheint. Die zum 25. Jubiläum stattfindende Ausstellung zeigt schlaglichtartig den anwachsenden Bestand seit 1982: Für jedes der seit 1982 folgenden Jahre wird ein in diesem Jahr angeschafftes Kunstwerk gezeigt. Dies beginnt mit der großen Installation „The charmed Circle“ (Der Zauberkreis) der amerikanischen Künstlerin Alice Aycock (geb. 1946), die 1982 als Schenkung durch die Künstlerin aus der Züricher Ausstellung „Mythos und Ritual in der Kunst der 70er Jahre“ im damals neuen unteren Ausstellungsraum integriert worden ist.
Seit mehr als zehn Jahren kann nun diese große Installation wieder angeschaut und angehört werden: Auch Kinder werden ihre helle Freude (und versteckte Ängste) haben.
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Infos zum Glaskasten
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Infos
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Wenn Sie über die Ausstellung diskutieren möchten können Sie das nach einer kurzen Anmeldung hier tun: http://www.ruhr-theater-online.de/brdIndex.php
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