Die Macher



 

Der Prinzipal

Gestatten: Stratmann!

Mein Leben
Ich erblickte 1951 im ostwestfälischen Verl das (Mond)licht der Welt und bin mit bzw. trotz acht Geschwistern groß geworden. Und zwar genau 1 Meter 78. Nach Vollendung dieses physischen Prachtmaßes ging mein geistiges Wachstum weiter, wenn auch zunächst gebremst. Ich drückte die Schulbank, aber nicht allzu fest. Und das Studium der Sozialwissenschaften an der Uni Duisburg ließ ich sozialverträglich leise ausklingen. Unentschlossen-entschlossen nahm ich den zweiten, dritten und vierten Bildungsweg: ich bildete mich im Jahreszeiten Verlag „Leserkreis Daheim“ von 1978 bis ‘94 vom „Tellerwäscher“ zum Bereichsleiter Neue Bundesländer. Bildete 1995 mit meinem Bruder „Dr. Ludger Stratmann“ das Europa-Haus in Essen. Bilde seit 1999 als Lehrbeauftragter für Kulturmanagement an der Fachhochschule Gelsenkirchen die Kulturträger von morgen aus. Und bilde mir auf das Bundesverdienstkreuz am Bande 2002, den Innovationspreis der SPD 2003 und den Beschäftigungsförderungspreis 2004 des Solidarfonds ein bißchen was ein. Der Mondpalast von Wanne-Eickel bildet vorerst den Höhepunkt meiner (Um)laufbahn.

Meine Philosophie
Ist gar nicht so einfach zu formulieren. Denn sie kommt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch. Aus dem Gespür für das, was das Ruhrgebiet an liebenswerten und unverwechselbaren Eigenheiten hat. Und für das, was ihm noch fehlt: nämlich eine feste Bühne dafür. Mit dem Mondpalast von Wanne-Eickel möchte ich diese Lücke schließen und das erste echte Volkstheater im Ruhrgebiet etablieren. Ein Komödientheater soll es sein, das in liebevoller Form die Reviermentalität widerspiegelt. Das dem „Homo ruhriensis“ eine Identifikationsmöglichkeit gibt und allen Nicht-Ruhris die Gelegenheit, ihn in seinem natürlichen „Revier“ (zwischen Trinkhalle, Schalke und Strukturwandel) zu studieren. In amüsanten Ruhr- und Rührstücken, inszeniert mit Witz, Charme und Intelligenz, unter dem unbestechlichen Licht des Mondes von Wanne-Eickel.

Aber am besten, Sie gehen einfach mal rein. Denn ein Stück sagt mehr als tausend Worte.

Der Text zum Download


 

Der Intendant

Intendant / Regisseur



Intendant / Regisseur Thomas Rech

Thomas Rech ist Autor, Schauspieler und Regisseur. Nachdem er in den 80er Jahren in über 30 Fernsehfilmen und Serien an der Seite von Schauspielgrößen wie Götz George, Hansjörg Felmy, Manfred Krug und Vadim Glowna mitwirkte, gründete er in Bochum sein eigenes Zimmertheater "Ecce Homo". Das kleine Hinterhoftheater war eher dem dramatischen und absurden Fach verpflichtet und stand ganz in der Tradition von Beckett und Ionesco. Immer auf der Suche nach Veränderung und Neuem wechselte Thomas Rech in den 90er dann zur Überraschung vieler Mitstreiter ins komödiantische Fach. Er spielte mit Johannes Heesters "Ein gesegnetes Alter" und mit Klaus Dahlen "Die Sonnyboys". Seine endgültige Liebe zur Komödie kam dann mit dem Angebot das Solostück "Caveman" zu spielen. Mit dem "Caveman" steht Thomas Rech nun seit 2002 in über 360 Vorstellungen auf der Bühne und riß dabei über 80.000 Besucher zu urzeitlichen Begeisterungsstürmen hin. Und noch ist kein Ende abzusehen.

Seit 2003 leitet Thomas Rech als Intendant den künstlerischen Teil des Mondpalastes, hat das Ensemble zusammengestellt und die ersten drei Erfolgsstücke selbst inszeniert. Die von seinem Prinzipal Christian Stratmann gestellte Aufgabe, dem Ruhrgebiet ein ebenso erfolgreiches wie niveauvolles Volkstheater zu geben, bezeichnet er als " ... eine glücklich machende Lebensaufgabe".

Von vielem hat Thomas Rech in seinem 51jährigen Schauspielerleben schon geträumt, aber
niemals davon, ein Volkstheater zu leiten. Mittlerweile ist der Job des Künstlerischen Leiters,
den er seit 2003 am Mondpalast in Wanne-Eickel antrat, eine vitale Herausforderung und eine
„beglückende Lebensaufgabe“ für den Theatermann geworden. Seit 2005 zeichnet der
Bochumer als Intendant des Hauses. Er stellte das Ensemble zusammen. Unter Rechs Regie
entstanden die ersten drei Erfolgsstücke des Mondpalasts, „Ronaldo und Julia“, „Auf der wilden
Rita“ (früher: „Die Senior-Ritas“) und „Wat’ne herrliche Welt“. Das vierte Stück – eine
Kriminalkomödie – wird im Frühjahr 2006 Premiere haben.


Der Text zum Download



Ein Gespräch mit Mondpalast-Intendant Thomas Rech geführt von Susanne Schübel
über zwei Jahre Volkstheater in Wanne-Eickel, 100.000 Besucher und das Modell der Zukunft finden Sie hier


 

Der Autor

Der Autor



Der Autor Sigi Domke

Sigi Domke im Ruhrgebiet vorstellen zu wollen, hiesse Eulen nach Athen oder Tauben nach Wanne-Eickel tragen. Wer schon 1979 mit Piet Klocke und Heinrich Schafmeister auf der Bühne stand, wer mit Uwe Lyko „Herbert Knebels Affentheater“ gründete und seitdem für alle Bühnenprogramme, Radiobeiträge, Buch- und CD-Veröffentlichungen von „Boh glaubse“ mitverantwortlich zeichnet, der ist selbst ein fulminantes Stück Ruhrgebiet. Was er nicht zuletzt als Autor der „Ruhrrevue“ bewiesen hat. Darüber hinaus leitete Sigi Domke von 1993 bis ‘97 das Theater „Freudenhaus“ in Essen, führte Regie und schrieb etliche Theaterstücke, darunter den grandiosen Bühnenerfolg „Freunde der italienischen Oper“. Mit „Ronaldo & Julia“, "Die Senior-Ritas" und "Wat ne herrliche Welt" legt er nun die Steilvorlagen für den Mondpalast und Ihr Zwerchfell vor.

Der Text zum Download


 


zum Seitenanfang

(C) 2005 - 2006 Ulrich Schäfer Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken