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Opulenter Genuss Endlich hebt sich der blaue Vorhang wieder! Ein spätsommerlich-leichtes Barockspektakel läutet am Aalto-Theater die neue Opernsaison ein. Freuen Sie sich auf ein Fest für Augen und Ohren! Bei Kult-Regisseur Dietrich Hilsdorf werden Händel-Oratorien zu Publikumsrennern. Er brachte „Semele“ farbenreich und sinnlich, mit hochdramatischen Solopartien und großen Chorszenen auf die Bühne. Phantasievoll setzte Hilsdorf mit seinem eingespielten Team, dem Bühnenbildner Dieter Richter und der Kostümbildnerin Renate Schmitzer, die mythologische Geschichte in Szene. „Diese Inszenierung ist szenisch und musikalisch hitverdächtig und untermauert erneut das bundesweite Renommee des Aalto.“ (NRZ) In der Titelpartie erleben Sie in dieser Saison erstmals die Aalto-Solistin Christina Clark, der „Ausnahme-Sänger“ (Kölnische Rundschau) Matthias Rexroth interpretiert den Athamas. Als Jupiter tritt der in der vergangenen Spielzeit gefeierte Uwe Stickert auf, Barbara Kozelj singt wieder die Juno.
Während der Hochzeitsfeier von Semele, Tochter des Königs Kadmos von Theben, kommt es zu einem Skandal. Sie weigert sich, ihren Verlobten, den Prinzen Athamas von Böotien zu heiraten. Den Grund dafür ahnt keiner der Gäste: Semele ist die heimliche Geliebte Jupiters, von dem sie ein Kind erwartet. Noch während der Feier entführt der Gott sie auf ein entferntes Lustschloss, wo sie sich ungestört lieben können. Blind vor Wut und Eifersucht beschließt Juno, die betrogene Ehefrau Jupiters, Semele dafür zu bestrafen. In Gestalt von Semeles Schwester besucht sie die Rivalin und behauptet, Semele werde unsterblich, wenn Jupiter sich ihr in seiner wahren Gestalt zeige. Ebendas solle sie als Beweis seiner Liebe von ihm verlangen. Junos Intrige gelingt. Semele bettelt so lange, bis Jupiter ihr diesen Wunsch erfüllen muss. Das endet für Semele tödlich. Sie wird von Jupiters wahrer Erscheinung wie vom Blitz getroffen und verbrennt zu Asche. „Semele ist bezaubernd; je mehr ich sie höre, um so mehr liebe ich sie“, schrieb eine Händel-Verehrerin 1744 an ihre Freundin. Charles Jennens, der Textdichter von Händels Oratorien „Saul“, „Belsazar“ und „Der Messias“, war da ganz anderer Meinung: „No oratorio, but a bawdy opera“(„Kein Oratorium, sondern eine unzüchtige Oper“). Bei Dietrich Hilsdorf werden Händel-Oratorien auf der Bühne zu Publikums-Rennern. Für die Inszenierung von „Jephtha“ wurde er für den Deutschen Theaterpreis 2006 nominiert. Die Essener Besucher dürfen sich auf ein farbenreiches und sinnliches Barock-Spektakel mit großen Chorszenen freuen. Der Dirigent Jos van Veldhoven ist seit 1983 künstlerischer Direktor der Niederländischen Bach-Gesellschaft und ein viel gefragter Dirigent mit Auftritten in Europa, Japan und den USA. Mit seinen zahlreichen CD-Einspielungen und den im Rundfunk wie Fernsehen übertragenen Konzerten machte er sich international einen Namen. ML: van Veldhoven, I: Hilsdorf, B: Richter, K: Schmitzer, C: Eberle
07. (WA), 18., 21.09; 05., 29.10., Aalto-Theater
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